Cappuccino oder Flat White? Auf der Karte stehen beide nebeneinander, in beiden steckt Espresso mit Milch und auf den ersten Blick sehen sie sich manchmal ziemlich ähnlich. Trotzdem schmeckt ein Flat White häufig kräftiger und fühlt sich im Mund etwas anders an. Der Unterschied steckt weniger in einer starren Rezeptformel als im Verhältnis von Kaffee, Milch und Milchschaum.
Cappuccino: etwas luftiger
Beim Cappuccino wird die Milch so aufgeschäumt, dass eine deutlich wahrnehmbare, cremige Schaumstruktur entsteht. Der Kaffee bleibt präsent, bekommt durch die Milch aber eine weichere Richtung. Wie dick die Schaumschicht genau ist, unterscheidet sich von Café zu Café. Die berühmte Regel, dass ein Cappuccino immer aus exakt drei gleich großen Teilen bestehen müsse, hilft deshalb in der Praxis nur begrenzt.
Flat White: Kaffee etwas stärker im Vordergrund
Beim Flat White wird die Milch meist besonders fein aufgeschäumt. Der Schaum ist weniger luftig und verbindet sich stärker mit dem Espresso. Häufig wird außerdem mehr Kaffee im Verhältnis zur Milch verwendet. Deshalb wirkt ein Flat White oft kräftiger, obwohl ebenfalls Milch darin steckt. Das ist wahrscheinlich der Unterschied, den man beim ersten Schluck am schnellsten bemerkt.
Und wo landet der Latte?
Ein Latte ist meistens größer und deutlich milchiger. Wer ein sanftes Kaffeegetränk mit viel Milch möchte, fühlt sich hier eher zu Hause. Die Namen allein erzählen allerdings nie die komplette Geschichte. Tassengröße, Espresso-Menge und Zubereitung können sich unterscheiden. Wenn du also zwischen Cappuccino und Flat White schwankst, musst du daraus keine Wissenschaft machen: Möchtest du es etwas luftiger und milder, spricht viel für Cappuccino. Soll der Kaffee stärker durchkommen und die Milch besonders fein sein, ist der Flat White einen Versuch wert.



