Cappuccino zu Hause klingt erst einmal ziemlich übersichtlich: Kaffee, Milch, fertig. Spätestens wenn oben eine feste Schaumwolke schwimmt und darunter fast nur heiße Milch wartet, merkt man aber, dass die kleinen Unterschiede doch etwas ausmachen. Die gute Nachricht: Für einen richtig angenehmen Cappuccino brauchst du weder perfekte Latte-Art noch eine halbe Café-Ausstattung.

Eine gute Basis macht den Unterschied

Für eine Tasse reichen ein Espresso und ungefähr 100 ml kalte Milch. Eine eher kleinere Tasse passt gut, damit der Kaffee später nicht unter zu viel Milch verschwindet. Ohne Espressomaschine kannst du auch einen kräftigen Kaffee aus der Herdkanne verwenden. Das wird kein klassischer Cappuccino wie aus einer Siebträgermaschine, funktioniert zu Hause aber als unkomplizierte Alternative. Bei Pflanzendrinks sind Barista-Varianten häufig leichter aufzuschäumen, weil sie dafür abgestimmt sind.

Die Milch soll cremig bleiben

Mit einer Dampflanze kommt zu Beginn etwas Luft in die Milch. Danach geht es vor allem darum, sie im Kännchen gleichmäßig in Bewegung zu halten. Ziel ist keine möglichst hohe Schaumkrone, sondern eine feinporige, glänzende Milch, die sich noch gut gießen lässt. Ein elektrischer Milchaufschäumer nimmt dir einen Teil davon ab. Auch hier lohnt es sich, die fertige Milch nicht erst minutenlang stehen zu lassen. Sehr große Blasen oder eine feste Schaumhaube sind meistens ein Zeichen dafür, dass zu viel Luft hineingekommen ist.

Kaffee und Milch zusammenbringen

Schwenke die aufgeschäumte Milch kurz im Kännchen und gieße sie direkt zum Kaffee. Dabei müssen Milch und Schaum nicht in zwei getrennten Schichten landen – schöner ist es, wenn beides zusammen in die Tasse fließt. Schmeckt dein Cappuccino am Ende fast nur nach Milch, nimm beim nächsten Mal einfach etwas weniger davon. Bleibt dagegen eine feste Schaumschicht oben liegen, kannst du beim Aufschäumen etwas zurückhaltender mit der Luft sein. Und das Herz im Milchschaum? Das kann warten. Erst einmal soll der Cappuccino schmecken.