Im Kopf war es Cappuccino. In der Tasse sieht es plötzlich ein bisschen nach Schaumparty aus: große Blasen oben, dünne Milch unten und nach einer Minute ist von der ganzen Pracht kaum noch etwas übrig. Wenn Milchschaum nicht so wird, wie du möchtest, liegt es meistens nicht an einem großen Fehler. Häufig sind es Temperatur, Luftmenge und Technik, die zusammenkommen.
Kalte Milch gibt dir mehr Spielraum
Beim Aufschäumen mit einer Dampflanze oder einem beheizten Aufschäumer ist kalte Milch ein guter Start. Sie erwärmt sich langsamer und du hast mehr Zeit, die gewünschte Struktur aufzubauen. Auch fettärmere Milch kann schäumen. Eiweiß spielt für die Stabilität des Schaums eine wichtige Rolle, während Fett stärker beeinflusst, wie voll und cremig sich die Milch anfühlt. Bei Hafer-, Soja- oder anderen Pflanzendrinks funktionieren Varianten zum Aufschäumen häufig zuverlässiger.
Große Blasen? Meist war es etwas zu viel Luft
Bei einer Dampflanze braucht die Milch am Anfang etwas Luft. Danach sollte sie hauptsächlich in Bewegung bleiben. Kommt bis zum Schluss immer weiter Luft hinein, wird aus feinem Milchschaum schnell eine eher grobe Schaumdecke. Die fertige Milch sollte glänzen, kleine Bläschen haben und noch fließen können. Ein sehr steifer Schaum ist deshalb nicht automatisch ein besonders guter Schaum.
Nicht alles gleichzeitig ändern
Wenn es beim ersten Versuch nicht klappt, verändere beim nächsten Mal nur eine Sache. Zum Beispiel etwas weniger Luft oder eine kürzere Aufschäumzeit. Wenn du gleichzeitig eine andere Milch verwendest, die Menge änderst und auch noch die Technik wechselst, weißt du hinterher nicht, was tatsächlich geholfen hat. Milchschaum braucht ein bisschen Übung. Zum Glück sind die misslungenen Versuche meistens immer noch trinkbar.



