Bei UNO gibt es erstaunlich wenige Karten und erstaunlich viele Diskussionen. Besonders zuverlässig beginnt eine davon, sobald eine +2 auf dem Tisch liegt und die nächste Person selbst eine +2 in der Hand hält. „Natürlich darf man die drauflegen.“ „Nein, darf man nicht.“ „Wir spielen das aber schon immer so.“ Und genau da liegt der Unterschied zwischen klassischer Regel und Hausregel.
Beim klassischen UNO wird die +2 nicht weitergegeben
Nach den klassischen Regeln zieht die nächste Person bei einer +2 zwei Karten und setzt ihren Zug aus. Eine eigene +2 wird nicht als Abwehr daraufgelegt. Wenn ihr Ziehkarten stapeln möchtet, könnt ihr das natürlich tun. Dann spielt ihr eben mit einer Hausregel – und solange alle am Tisch davon wissen, ist die UNO-Welt wieder in Ordnung.
Bei der +4 gibt es noch eine Besonderheit
Die Farbwahl-Zieh-vier-Karte darf im klassischen Spiel nur gelegt werden, wenn du keine Karte in der aktuell geforderten Farbe auf der Hand hast. Deshalb kann eine +4 auch angezweifelt werden. Genau dieser Teil geht in vielen privaten Runden gern verloren, während über das Stapeln von +2-Karten mit erstaunlicher Leidenschaft diskutiert wird.
Und „UNO“?
Wenn nach deinem Zug nur noch eine Karte auf deiner Hand bleibt, sagst du „UNO“. Wer es vergisst und rechtzeitig erwischt wird, muss zusätzliche Karten aufnehmen. Deshalb lohnt es sich durchaus, auch auf die Hände der anderen zu achten. Rein aus sportlichen Gründen natürlich.
Hausregeln sind kein Problem
Viele Freundesgruppen und Familien haben Regeln, die seit Jahren dazugehören. Das macht sie nicht schlechter – nur eben nicht automatisch zu den klassischen UNO-Regeln. Klärt vor der ersten Runde kurz, ob Ziehkarten gestapelt werden dürfen und ob es noch andere Sonderregeln gibt. Diese eine Minute spart euch später vermutlich zehn Minuten Diskussion.



